Die Künstler der Stadtkirche Glarus Quelle: Text Godi Hirschi

Godi Hirschi

1932 in Inwil geboren
aufgewachsen in Root
lebt in Root

Werkhinweise Kunst im sakralen Bereich
1990 -2000:

Ilanz, Kreisspital: Kapelle und Aufbahrungsräume
Köniz: Katholisches Kirchenzentrum
Entlebuch: Kapelle Alterszentrum Bodenmatt
Kriens: Katholische Kirche, Werktagskapelle
Lenzburg, Katholische Kirche
Alpnach-Dorf: Pfarreizentrum
Widen, Alterszentrum: Ökumenischer Andachtsraum
Danis-Tavanasa: Katholische Kirche
Fislisbach: Reformierte Kirche
Rapperswil: Reformierte Kirche
Glarus: Stadtkirche
München-Moosach: Pfarrkirche St. Martin
Wemding-Eichstätt, Kloster: Fenster
Meggen: Katholische Kirche (Paneelen, Textil)


Kurt Sigrist

1943 in Ewil bei Sachseln geboren
aufgewachsen in Sachseln
lebt in Sarnen

Werkhinweise Kunst im sakralen Bereich
1990-2000:

Savognin: Evangelisches Kirchgemeindehaus
Ilanz, Kreisspital: Kapelle und Aufbahrungsräume
Nottwil, Paraplegikerzentrum: Andachtsraum
Köniz: Katholisches Kirchenzentrum
Ricken: Katholische Kirche
Schinznach-Dorf: Pfarreizentrum
Rapperswil: Reformierte Kirche
Glarus: Stadtkirche
Fischingen, Kloster: Katharinenkapelle
Luzern: Hofkirche




Künstlerische Gestaltung der reformierten Kirche Glarus

Wer die reformierte Kirche Glarus besucht, wird auf seinem Weg von der Stadt auf den Vorplatz gewiesen, durch die Eingänge der Kirche geführt, genau in der Verlängerung der Strasse, in der Mittelachse durch das Kirchenschiff nach vorne, in die zentralen Orte der ge-meinschaftlichen liturgischen Feier.
Die Gestaltung des inneren Eingangs (Windfang) und der liturgischen Objekte um den Abendmahltisch, wurden nach eingeladenem Wettbewerb den beiden Künstlern Godi Hirschi, Maler, und Kurt Sigrist, Bildhauer, überlassen. Es folgte ein intensiver Austausch der Ideen, Bedürfnisse, Gestaltungsvorstellungen von Künstlern und Kommission. Die Künstler versuchten mit ihrem eigenen Formempfinden sich in den Raum zu integrieren, Stil nicht zu imitieren sondern kontrapunktisch zu reagieren. Das heisst, der ornamentalen, reich dekorativen Malerei eine klare Einfachheit der Formen daneben zu stellen. Strukturelemente der Architektur, Masse, Proportionen, Lichtverhältnisse sind durchaus einbezogen.
Durch schwere Holzportale eingetreten ins Halbdunkel des Kirchenraumes steht der Besucher vor einer gerundeten und breit an die Rückwand gebundenen Glaswand.
Drei grosse T-Zeichen und Rechtecke unterbrechen die Durchsicht in den Raum. Die senkrechten Formen betonen die Türen, die horizontalen Flächen der T liegen ausserhalb der Türen.
Der senkrechte "Balken" ist das Gewicht des Lebens, der Welt. – Hier in der Kirche nimmt der Mensch diesen Balken mit sich und trägt ihn zum Abendmahltisch, wo das Zeichen nochmals in Glas eingesetzt erscheint.
Die Vorder- und Rückseite des Glases ist verschieden behandelt (sandgestrahlt und geätzt). So werden Hinein- und Hinausgehen anders erlebbar.
Unter der Vierung des Kirchenraums steht der neue Abendmahltisch. Die Bewegungsabläufe der Architektur kreuzen sich dort im verglasten Körper (Längsschiff mit Querschiff). So wird der Abendmahltisch ein spiritueller, verglaster Raum zum Energiezentrum der Kirche. In seiner Verglasung weist er auf Transparenz hin und nimmt die Symbolik der verglasten Türen im Eingang der Kirche in sich auf.
Er wird durch seine klare, starke Form Ort der gemeinsamen Feier, aber auch des privaten Verweilens
Hirschi Rapperswil Altartisch Glarus
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